Junger Mann nutzt Smartphone im Dunkeln

Kennen Sie das: Sie legen sich abends ins Bett und werfen noch einen Blick auf Ihr Smartphone – und aus einem Blick werden dann 15 oder 20 Minuten? Wenn ja, sind Sie damit nicht allein. Viele sind es gewöhnt, abends im Bett noch am Smartphone Nachrichten zu schreiben oder nach News zu gucken. Besonders auf sozialen Netzwerken ist immer etwas los.

Bildschirmnutzung verhindert guten Schlaf

Kurz vor dem Schlafengehen noch am Bildschirm zu sitzen – ob am Smartphone oder Computer – ist leider kontraproduktiv:

Ändern Sie Ihre Gewohnheiten:

  • Versuchen Sie, spätestens eine Stunde vor dem Schlafengehen alle Geräte auszuschalten. Sie können sich hierfür auch eine Erinnerung auf dem Smartphone einrichten.
  • Nehmen Sie Ihr Smartphone am besten erst gar nicht erst mit ins Schlafzimmer – das hilft Ihnen, konsequent zu bleiben!
  • Tipp: Kaufen Sie sich einen Wecker, um nicht auf die Weckfunktion Ihres Smartphones angewiesen zu sein.
  • Planen Sie, wie Sie die Zeit vor dem Schlafengehen gestalten möchten: Vielleicht ein entspanntes Buch lesen oder Hörbuch anhören? Vielleicht ein heißes Bad nehmen? Schöne Musik anmachen und dazu einen Tee trinken? Probieren Sie aus, was für Sie gut funktioniert! Sie werden sehen, dass Ihre Nächte dadurch erholsamer werden.
  • Tipp: Teilen Sie Ihr Vorhaben gerne auch Ihrem Umfeld mit – Ihrem Partner, der Familie oder Freunden. Das macht das Ganze verbindlicher – und vielleicht schließt sich Ihr Umfeld Ihrem Vorhaben sogar an?
  • Wenn Sie abends doch ausnahmsweise noch am Bildschirm sitzen müssen, dann können Sie Software mit Blaulichtfilter nutzen, wie zum Beispiel f.lux oder Twilight.

Hinweis: Diese Tipps ersetzen keine Beratung oder Behandlung. Bitte suchen Sie sich immer auch professionelle Hilfe vor Ort! Besonders wenn Sie schon unter Beeinträchtigungen und Konsequenzen Ihrer Internetnutzung leiden. In unserer Datenbank finden Hilfsangebote in Ihrer Nähe.

Sara Hanke

Sara Hanke

Sara Hanke ist Diplom-Psychologin an der Sektion Suchtforschung der Universitätsklinik Tübingen. Sie berät Patientinnen und Patienten der Internetsucht-Ambulanz.