Junge Frau liest in einem Buch

Es ist schwer, die Onlinenutzung zu kontrollieren, wenn das Internet so allgegenwärtig ist. Vermutlich brauchen Sie das Internet auch für Ihren Job, Ihr Studium oder die Schule. Deshalb können Sie es nicht einfach aus Ihrem Leben streichen. Manchen Betroffenen kann es zwar helfen, Computer und Smartphone mal eine Zeit lang wegzugeben, aber das ist meistens keine Dauerlösung.

Was Sie machen können:

  1. Wenn Sie lernen müssen, dann tun Sie dies möglichst „internetfrei“. Gehen Sie an einen Ort, an dem Sie nicht so einfach spielen oder im Internet surfen können – zum Beispiel in die Bibliothek oder andere öffentliche Orte.
  2. Oder aber Sie setzen sich in Ihrer Wohnung in ein anderes Zimmer, mit etwas Abstand zu Ihrem Computer und abseits vom Internet. Das Smartphone legen Sie am besten auch außer Reichweite.
  3. Setzen Sie sich zu Beginn kürzere Zeitfenster, zum Beispiel eine Stunde, in der Sie ungestört lernen oder arbeiten. Danach können Sie sich dann dafür mit einer angenehmen Tätigkeit belohnen.

Mittlerweile gibt es einige Apps, die Ihnen weiterhelfen könnten. Zum Beispiel die App Offtime, durch die Sie Zeitfenster festlegen können, in denen Sie ungestört arbeiten oder lernen möchten. Sie können dabei selbst entscheiden, wie lange Sie nicht gestört werden wollen und welche Anwendungen für diesen Zeitraum deaktiviert werden sollen. Mit solchen Apps, wie etwa auch menthal.org, können Sie zudem das eigene Nutzungsverhalten unter die Lupe nehmen und eine Bestandsaufnahme machen.

Hinweis: Diese Tipps ersetzen keine Beratung oder Behandlung. Bitte suchen Sie sich immer auch professionelle Hilfe vor Ort! Besonders wenn Sie schon unter Beeinträchtigungen und Konsequenzen Ihrer Internetnutzung leiden. In unserer Datenbank finden Hilfsangebote in Ihrer Nähe.

Sara Hanke

Sara Hanke

Sara Hanke ist Diplom-Psychologin an der Sektion Suchtforschung der Universitätsklinik Tübingen. Sie berät Patientinnen und Patienten der Internetsucht-Ambulanz.