Frau rudert Boot über einen See

In unserem zweiten Tipp für eine ausgewogene und selbstbestimmte Internetnutzung gehen wir auf die Bedeutung von Alternativen ein. Denn wenn Sie Ihre Internetnutzung begrenzen oder verändern möchten, benötigen Sie andere Beschäftigungsmöglichkeiten, um Ihre Zeit positiv zu füllen.

Erinnern Sie sich zurück

Wenn Sie gesehen haben, wie viel Zeit Ihres Tages Sie im Internet verbringen, wird deutlich dass wenig Zeit für andere Aktivitäten bleibt. Früher gab es sicher noch mehr andere Interessen oder Hobbys in Ihrem Leben. Erinnern Sie sich zurück:

  • Was haben Sie früher gerne gemacht?
  • Was würden Sie im Moment gerne machen, haben aber scheinbar zu wenig Zeit dafür?
  • Was wollten Sie schon immer mal ausprobieren, sind es aber bisher nie angegangen?

Es kann sein, dass es erst mal schwer ist, solche Alternativen zu finden. Verlieren Sie nicht den Mut, sondern bleiben Sie dran! Es geht darum, andere Dinge zu finden, die Ihnen Spaß machen könnten. Vielleicht gehen Sie mal wieder Fußball spielen oder lesen ein Buch? Vielleicht fragen Sie ein paar Freunde, ob Sie gemeinsam ins Kino gehen? Probieren Sie verschiedene Dinge aus und finden Sie für sich heraus, welche Sie gerne beibehalten wollen.

Sicher wird immer wieder der Impuls aufkommen, doch lieber weiter am Computer oder Smartphone zu spielen, anstatt neuen Aktivitäten nachzugehen. Versuchen Sie, Schritt für Schritt, wieder mehr Dinge abseits des Onlinemediums zu machen. Irgendwann werden Sie ganz von selbst merken, dass Sie nach einem Abend mit Freunden viel zufriedener sind, als nach einem Abend vor dem Bildschirm.

Holen Sie sich Inspiration

Falls Sie Inspiration brauchen für Alternativen zur Internetnutzung, können Sie jede Menge Listen mit sogenannten „angenehmen Tätigkeiten“ im Netz finden. Beispiele finden Sie hier. Wenn Sie versuchen, Ihre Internetnutzung zu begrenzen, werden solche Alternativen Ihnen helfen, Ihre Zeit anderweitig zu füllen. Über weitere Strategien, um die eigene Internetnutzung besser in den Griff zu bekommen, geht es auch im nächsten Blogbeitrag.

Hinweis: Diese Tipps ersetzen keine Beratung oder Behandlung. Bitte suchen Sie sich immer auch professionelle Hilfe vor Ort! Besonders wenn Sie schon unter Beeinträchtigungen und Konsequenzen Ihrer Internetnutzung leiden. In unserer Datenbank finden Hilfsangebote in Ihrer Nähe.

Sara Hanke

Sara Hanke

Sara Hanke ist Diplom-Psychologin an der Sektion Suchtforschung der Universitätsklinik Tübingen. Sie berät Patientinnen und Patienten der Internetsucht-Ambulanz.